Freitag, 14. März 2014

J: Sauerbraten mit Meerrettichsoße und Rotkohl an Gnocchi


Zutaten:

Zum Einlegen des Bratens:

1 kg                 Rindfleisch (am besten Schulter / Falsches Filet)
750 ml           Rotwein
500 ml           Essig (gern Rotwein- oder Himbeeressig)
2                      große Zwiebeln
1                      Möhre
                        Wachholderbeeren
                        Piment
                        Gewürznelken
                        Lorbeerblätter
Prise               Salz
Prise               Zucker

Zum Schmoren des Bratens:

500 ml            Bratenfond
500 ml            Rinderbrühe
500 ml            Brateneinlagebrühe (s.o.)
3 EL                 Zuckerrübensirup
50 g                 Sultaninen

Für die Soße:

30 – 50 g         Meerrettich (am besten frisch!)
400 ml             Gemüsebrühe
150 ml              Sahne
30 g                  Butter
30 g                  Mehl
2 TL                  Zitronensaft
                          Salz & Pfeffer
 

So lege ich den Sauerbraten ein:

Rotwein, Essig, grob gewürfelte Zwiebeln, gestückelte Möhre und Gewürze in einen Topf geben, alles miteinander aufkochen lassen und etwa 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Währenddessen eine Prise Salz und eine Prise Zucker hinzugeben.

Den Sud anschließend vollständig auskühlen lassen.

Den Rinderbraten mit einem Küchenzewa abtupfen und in ein verschließbares Behältnis legen.
Tipp: Tupperschüssel oder Glasbehälter, KEIN Alu- oder Edelstahl!

Den ausgekühlten Sud darüber gießen, sodass er das Fleisch vollständig bedeckt.

Verschlossen in den Kühlschrank stellen und mind. 10 Tage, max. 3 Wochen ziehen lassen (je nach gewünschtem Säuregrad).
 

Zubereitung des Schmorbratens:

Den eingelegten Braten aus dem Kühlschrank holen und aus der Marinade nehmen. Das Rotwein-Essig-Gemisch sieben, sodass Flüssigkeit und Gemüse getrennt wird. Das Gemüse und die Gewürze können entsorgt werden.

Das Fleisch erneut abtupfen, pfeffern und salzen und in einem vorab mit Bratfett erhitzten großen Topf oder Pfanne von allen Seiten kräftig anbraten.


Anschließend mit 500 ml Bratenfond ablöschen. Hierzu kommen weitere 500 ml Rinderbrühe, sowie etwa die Hälfte (500 ml) des Rotwein-Essig-Gemisch. Als feiner Geschmackgeber etwa 3 EL Zuckerrübensirup in den Sud einrühren, sowie 50 g Sultaninen hinzugeben.


Topf verschließen und bei kleiner Hitze ca. 2 Stunden schmoren lassen.

Ist der Braten zart, aus dem Topf nehmen, warm stellen und sich der Soße widmen.
 

Zwei Soßenvarianten:

Man kann natürlich den Sud, in dem der Braten geschmort ist, zur „sauren Soße“ weiterverarbeiten. Hier muss lediglich mit ein wenig Soßenbinder (oder Mehlschwitze) und Gewürzen nachgeholfen werden.

Ich reiche zu meinem Sauerbraten eine Meerrettichsoße.
 

Hierzu etwa 30 g Butter in einem Topf schmelzen lassen und mit 400 ml Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen lassen.

In der Zwischenzeit frischen Meerrettich reiben. Über die benötigten 30 – 50 g (auch hier je nach Schärfewunsch) werden etwa 2 TL Zitronensaft geschüttet und mit einem handeslüblichen Handmixer in einem Schüsselchen breiig gemixt.
Tipp: Die frische Meerrettichrübe komplett verarbeiten! Reibt die ganze Knolle auf und friert den Rest sofort portionsweise ein.

150 ml Sahne zu der aufgekochten Brühe hinzugeben. Diese dann mit einer Mehlschwitze (Mehl-Wasser-Gemisch) andicken und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Erst zu allerlerzt wird der Meerrettichbrei hinzugegeben und verrührt. Noch einmal aufkochen lassen, dann ist die Soße fertig.
 

Beilagen:

Am besten schmecken hierzu natürlich Rotkohl und Kartoffelknödel oder Gnocchi.


Einlegezeit:  10 Tage - 3 Wochen
Schmorzeit:  ca. 2 Stunden
Arbeitszeit:   35 Minuten 

S: Zitronen-Cupcakes

Ich liebe Cupcakes! Und diese kleinen Zitronen-Genüsse haben es mir besonders angetan. Da will ich euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten.

Zutaten für 12 Cupcakes:

110 g              Margarine oder Butter
110 g              Zucker
1 Pck.             Dr.Oetker Finess Geriebene Zitronenschale
2 Eier
110 g              Weizenmehl
½Teelöffel    Backpulver
4 Esslöffel      Lemon Curd
250 g              Mascarpone
125 g              Speisequark
(bei Bedarf gelbe Lebensmittelfarbe oder bunte Streusel)
Papiermuffinförmchen (große oder kleine)

Zubereitung:

Die Margarine (oder Butter) in einer Schüssel mit dem Mixer geschmeidig rühren. Dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen sowie die Zitronenschale. Nehmt euch hierbei etwas Zeit, die Zutaten müssen eine geschmeidige Konsistenz annehmen. Ihr könnt auch eine frische Zitrone nehmen und die Schale reiben, aber ich empfehle euch die kleinen Tütchen von Dr.Oetker. Das Aroma ist herrlich und ihr müsst nicht nach ungespritzten Zitronen Ausschau halten. Schlagt das erste Ei in die Schüssel und rührt es mind. ½ Min. lang unter, dann erst das zweite dazugeben und ebenfalls eine halbe Minute aufschlagen. Dann zwei Esslöffel Lemon Curd dazugeben. Das ist eine englische Zitronencreme (ihr erhaltet sie unter anderem bei Rewe- meistens in der Marmeladenabteilung). Ich bevorzuge diese Marke:



Noch mal den Teig gut durchmixen, bis das Lemon Curd sich mit dem Rest verbunden hat. Mischt nun das Mehl mit dem Backpulver und siebt es langsam in die Masse. Das Ganze gut verrühren und den Teig dann ein paar Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 180° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teig nun in Papiermuffinförmchen füllen. Ich bevorzuge es diese in Silikonförmchen zu stellen, dann behalten sie besser ihre Form. Ein Muffinblech funktioniert natürlich auch. Der Teig reicht für 12 große Cupcakes oder aber für knapp 20 kleine. Ich bin ja ein Fan von der kleinen Variante.

Die kleinen Köstlichkeiten auf die mittlere Schiene des Ofens schieben (Blech oder Rost ist egal) und etwa 20 Min. bei der großen Variante und etwa 12-15 Min. bei der kleinen backen. Sie sollen schön gold-braun sein, ich bevorzuge es, wenn sie etwas heller sind. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Mit einem kleinen Holzspieß könnt ihr vorsichtig hineinstechen, bleibt kein Teig kleben sind sie fertig.

Die Kuchen etwas auskühlen lassen und dann aus der Silikonform nehmen (das Papierförmchen bliebt dran – so lassen sie sich besser servieren und essen).

Nun die Mascarpone und den Speisequark miteinander verrühren (ich nehme hierfür den Mixer, aber es geht auch mit einem Schneebesen). Zwei Löffel Lemon Curd dazugeben und das Ganze solange mixen, bis eine glänzende Masse entstanden ist.

Sobald die Cupcakes komplett ausgekühlt sind, kann es losgehen! Das Topping in einen Spritzbeutel füllen und je nach Geschmack mehr oder weniger auf die einzelnen Cakes spritzen. Solltet ihr keinen Spritzbeutel haben, könnt ihr das Topping auch mit einem Löffel aufhäufen.

Ich verziere die Cupcakes gerne mit ein paar bunten Streuseln und einem frischen Minzblatt, aber da ist eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Tobt euch aus. Und lasst es euch schmecken!

Zubereitungszeit: 20 Min. für den Teig + Backzeit



PS: Lasst die Zitronenschale und das Lemon Curd weg und ihr habt ein gutes Grundrezept. Mixt doch mal Nutella drunter – herrliche Schokocupcakes. Und statt der säuerlichen Mascarpone/Quarkcreme nehmt ihr geschmolzene Schokolade. Auch hier gilt: Probiert es aus. Nüsse, Trockenobst, Schokoraspeln. Was euer Herz oder euer Bauch begehrt. 

Eure snoopy

Donnerstag, 13. März 2014

Ab ins Beet


Hallo an alle Hobby-Gärtner und herzliche Willkommen im Frühling!

Eigentlich leben mein Mann und ich in einer Mietswohnung ohne Garten und ohne Balkon. Nun habe ich jedoch das Glück mich im Garten seiner Großeltern ein wenig austoben zu dürfen. Da ich vorher noch nie selbst gegärtnert habe, musste ich mir hierzu natürlich ein paar Informationen einholen und mich belesen.

Im Folgenden möchte ich euch step by step mein Vorgehen schildern und den ein oder anderen eventuell neugierig machen, es selbst einmal anzubauen.

Denn nichts ist mehr Bio und günstiger, als Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten!

1.) Einführung

Ein Garten bedeutet nicht nur Spaß, das sollte man sich zuerst einmal bewusst machen, sondern auch Arbeit. Insofern ist es wichtig mich im Vorhinein zu fragen: Wie viel Zeit habe ich zum gärntern?

Gerade zu Beginn ist das Beetanlegen, bepflanzen, düngen und gießen mehr Arbeit, als es anfänglich ausschaut, denn jede Pflanze, die frisch in den Boden gesetzt wird, braucht genügend Wasser (und ggf. Triebmittel) um richtig anzugehen und schließlich den gewünschten Ertrag zu erbringen.

Da ich selbst Vollzeit arbeiten gehe UND Garten-Anfängerin bin, habe ich mich somit für ein relativ „kleines“ Beet entschieden.

2.) Gartenplanung

Garten ist nicht gleich Garten. Da stellen sich anfänglich ein paar kleine Fragen, z.B.:

Wie groß ist das Beet oder wie liegt es (Sonneneinstrahlung/-stunden)?

In meinem Fall habe ich ein längliches, rechteckiges Beet von etwa 1,5 x 5 Metern und ein fast quadratisches Beet von 3 x 3 Metern.

Beide Beete bekommen die Morgen- sowie die Abendsonne ab und werden zur Mittagsstunde und der heißesten Zeit glücklicherweise vom Schatten des Wohnhauses bedeckt. Das ist sogar ganz gut, da die brütende Mittagshitze manch ein Pflänzchen auch verbrennen kann.

Man sollte nichtsdestotrotz darauf achten, dass Obst und Gemüse genügend Sonne abbekommen, damit die Früchte auch reifen können.

Es ist also von Vorteil sich eine Skizze des vorhandenen Gartens zu machen mit allen Gebäuden und/oder weiteren Pflanzen (Bäume, Büsche, Teich usw.), um eine optimale Lösung zu entwerfen und die vorhanden Fläche bestmöglich zu nutzen.
 
 
Diese Skizze muss nicht ganz akkurat bzw. maßstabsgetreu sein, aber schon realistisch. :o)
 
3.) Pflanzenplanung
 
Nun haben wir unsere Skizze und die ersten Infos zu unserem Garten/Beet. Als nächstes können wir uns dann folgendes überlegen:
 
Wie viele Personen möchte ich mit dem Selbstangebauten versorgen?
Welches Obst/Gemüse esse/n ich/wir häufig?
Welches Obst/Gemüse esse/n ich/wir gar nicht?
Wann sind wir z.B. in Urlaub oder längere Zeit nicht da?
Welche Gemüse- oder Obstpflanze kann ich wann einpflanzen?
 
Das ist unsere Grundlage zur Bepflanzung des Beetes, denn wofür brauchen wir z.B. Rosenkohl, wenn keiner in der Familie Rosenkohl isst oder wieso soll ich gleich 8 Salatpflanzen setzen, die alle gleichzeitig fertig sind, wenn man nur einen 2-Personen-Haushalt versorgen will?
 
Ich möchte mit meinen Garten zwei Personen mit Obst und Gemüse versorgen und das möglichst die ganze Saison über.
 
Hierzu habe ich mir eine Jahreszeitenliste erstellt, die ich euch Monat für Monat hier als kleine Hilfe bloggen werde. Wir beginnen mit März & April.
 
März
Obst
  • Pflanzung junger Obstbäume: Pflanzerde und Lehm mit in die Pflanzgrube geben, gut einschlämmen und Baumscheibe feucht halten.
  • Steinobst veredeln.
  • Entfernen des alten Kalkanstrichs
  • Beerensträucher (Stachelbeere, Johannisbeere, Brombeere, Himbeeren etc.) und Weinreben neu Pflanzen
  • Rhababer vorsichtig in kräftige Erde pflanzen.´
 
Gemüse und Kräuter
  • Frühbeet: Aussaat von Blmenkohl, Gurke, Lauch, Zwiebeln, Kohlrabi, Wirsing und Sellerie. Bei geeignetem Wetter Frühbeet lüften.
  • Freiland: erste Aussaat von Möhren, Radieschen, Erbsen, Rettich, Spinat und Kräutern.
  • Tomaten und Paprika pickieren und vereinzeln.
  • Bärlauch ernten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 







April
 
Obst
  • Umveredeln von Obstbäumen.
  • Säubern der Erdbeerbeete.
  • Beerensträucher (Stachelbeere, Johannisbeere, Brombeere etc.) auf Schädlinge untersuchen.
  • Zitrusfrüchte und Feige in Kübeln ins Freie - eventuell Frostschutz bei Spätfrösten.
 
Gemüse und Kräuter
  • Teilung ausdauernder Kräuter.
  • Frühbeet: Aussaat von Kohl, Rote Beete, Lauch, Gurke, Kürbis (und Zierkürbis)
  • Freiland: Nachholen, was im März noch nicht ausgesät wurde. Weitere Aussaat von Erbsen, Würzkräuter und Möhren
  • Legen der angetriebenen Kartoffeln.
  • Bärlauch ernten bis zur Blüte

Weitere umfangreiche Informationen hierzu bekommt ihr unter: http://www.pflanzen-kalender.de/
 
4.) Konzeption
 
Im Anschluss an die ersten 3 Punkte habe ich mich dann an die Skizze aus Punkt 2 gesetzt und habe den vorhandenen Platz mit dem geplanten Obst & Gemüse „besetzt“. Auch dieses Konzept habe ich euch angehangen und mit einer kleinen Legende versehen:
  
 
 
Ich persönlich bestelle bei „Ahrens + Sieberz“, einer Baumschule bzw. Gärtnerei, die auch Onlineversand betreibt.
 
Das Praktische hieran: Der Versand erfolgt zu jenem Zeitraum, der auch die Pflanzzeit bedeutet (was gerade für Anfänger, die sich unsicher sind, wann was gepflanzt wird, ein guter Start ist).
 
Wollt ihr mal stöbern? Viel Spaß dabei! http://www.as-garten.de/
 
Ich glaube, jetzt habe ich euch ersteinmal mit genügend Informationen zugeworfen. Die ersten Bilder und Erfahrungsberichte folgen ganz bald!
 
Viel Spaß beim Gärtnern!
Für Tipps und Infos bin ich jederzeit zu haben! :o)
 
Sonnige Grüße,
Eure Jacky

Montag, 10. März 2014

Restaurantempfehlung "Zum Schorsch"

"Zum Schorsch" - hier erwartet euch ein u(h)riger odenwälder Gasthof in Fürth-Erlenbach, der mit rustikal-gemütlichem Ambiente überzeugt und für seine zahlreichen Uhren bekannt ist. Im Gastraum sind Kuckucksuhren in allen Größen, Formen und Macharten ausgestellt (die aber natürlich nicht alle ticken!).


Alles ist sauber und ordentlich, neben dem großen Essensinnenraum, gibt es aber auch noch eine verhältnismäßig kleine Terrasse, die ab April geöffnet ist.
Es wird deftige Hausmannskost geboten, die liebevoll präsentiert wird und geschmacklich wirklich hervorragend ist! Preislich ist das Essensangebot des Uhrenschorsch mehr als annehmlich. Kleine Gerichte beginnen bei 3,90 €, große und wirklich ausreichend portionierte Gerichte liegen zwischen 7,90 - 14,90 €.


Zudem ist die Bedienung freundlich und aufmerksam und tierische Begleiter sind herzlich Willkommen.

Dieser Gasthof bietet den perfekten Platz zum Einkehren nach einem anstrengenden Wandertag oder einem Besuch im ortsansässigen "Bergtierpark Erlenbach".