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Freitag, 9. September 2016

J: Böhmische Zwetsch(g)enknödel

Hallo an alle Süßmäuler und Liebhaber der Böhmischen Küche!

Die traditionelle "böhmische Küche" (so nennt man zumeist west-tschechische Leckereien) ähnelt aufgrund der (Nach-) Kriegszeit stark der österreichischen und süddeutschen Küche.

Viele Kriegsflüchtlinge oder Kriegsgefangene, die aus dem osteuropäischen Land zu uns kamen, haben Gerichte mitgebracht und in unserer Essenskultur verankert. Bekannte Gerichte sind z.B. Buchteln, Palaciniki-Pfannkuchen, Serviettenknödel, Soljanka, Dalken, Powidltascherl, Kolatschen, Pilz-Kartoffel-Eintopf oder Schupfnudeln. Das Meiste kennt man womöglich durch die Urgroßeltern oder Großeltern.

Zu meinen absoluten Lieblingsgerichten zählen hier die Böhmischen Zwetschgenknödel. Im Vergleich zu den "normalen" Zwetschgenknödel werden diese nicht mit Kartoffelteig, sondern Hefeteig zubereitet und statt mit Vanillesoße zumeist mit Kaffeesahne, zerlassener Butter und Schichtkäse serviert.

Probiert sie aus und - glaubt mir! - ihr werden sie genauso schlemmen wie ich! :-D


Zutaten für 4 Personen:

500 g          Mehl
300 ml       lauwarme Milch
2                  Eier
1 Prise         Salz
1 Würfel     Frischhefe
20 - 24       Zwetschgen
1 Dose        Kondensmilch
500 g          Schichtkäse
100 g          Süßrahmbutter
                    Zucker


Zubereitung:

Den Schichtkäse kurz abkochen und in einem Küchentuch stark auswringen. Dann in den Kühlschrank stellen und auskühlen lassen.

Etwa die Hälfte des Mehls in eine Schüssel geben, eine Prise Salz beifügen und gut vermischen. Nun den Hefewürfel mit lauwarmer Milch (optimal ca. 30° C) anrühren, dann zu dem Mehl-Salz-Gemisch hinzugeben.

Den Rest des Mehls und zuletzt die verquirlten Eier beigeben.

Den Teig von Hand kneten bis er sich von den Fingern löst und Blasen wirft. An einem warmen und vor Luftzug geschützten Ort aufgehen lassen.


Nach etwa einer dreiviertel Stunde (der Teig sollte sich verdoppelt haben) nochmals kurz durchkneten und in kleine Teigstückchen schneiden. Diese zu einem Kreis auskneten, bemehlen und je eine Zwetschge darin einwickeln.

In kochendes Salzwasser geben und ca.10 Minuten kochen lassen (sie schwimmen oben, sobald sie gar sind).
 

Den Schichtkäse mit einer Raspel reiben und in einem Schüsselchen auf dem Tisch stellen.

Die Kondensmilch öffnen und ebenfalls auf den Tisch stellen.

Etwa 100 g Süßrahmbutter zerlassen und zusammen mit Zucker als dritte Zutat auf den Tisch stellen.

Die fertigen Zwetschgenknödel aus dem Wasser sieben, in eine Schüssel geben und servieren.

Traditionell wird der Zetschgenknödel nun auf dem Teller seziert (aufgeschnitten und Kern entfernt), dann mit Schichtkäse, Zucker und Butter übergossen und genossen.

 
Zubereitungszeit ca. 1 - 1,5 Stunden

Lasst sie euch schmecken!

Bei einem Wettessen meiner Mutter mit ihren Geschwistern vor etlichen Jahren hat sie den Rekord von 24 Knödeln aufgestellt! Ich selbst bin allerdings schon nach einem fünftel davon pappsatt! :-D

Veranstaltet doch auch mal ein Wettessen! Wer gewinnt?

Bis zum nächsten Rezept,
eure Jacky

Dienstag, 17. Mai 2016

J: Gebackene Banane

Hallo an alle Süßmäuler!

Viele kennen dieses Dessert vom Asiaten und manch einer denkt vielleicht auch, dass es viel Arbeit macht, aber dem ist überhaupt nicht so!

Gebackene Banane in einem Teigmantel und entweder mit Honig beträufelt oder in Karamell geschwenkt, klingt sehr viel schwerer und aufwendiger, als es eigentlich ist!

Probiert es aus! Selbstgemacht schmeckt sie noch viel besser!

Zutaten für 2 Personen:

2                 Bananen
75 g            Mehl
                   Prise Salz
1 EL           Pflanzenöl
1                 Ei
85 ml        Weißwein
                   Fett zum Frittieren

Zubereitung:

Für den Backteig zuerst das Eigelb von Eiklar trennen.

Nun das Eigelb mit Mehl, Salz, Öl und Weißwein zu einem klebrigen Teig vermengen und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Nach 30 Minuten entweder die Fritteuse anschalten und das Fett auf etwa 180 - 190 Grad erhitzen oder in einer Pfanne Öl erhitzen.

Das Eiklar steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Die Bananen schälen und in je 3-4 Stücke schneiden.

Diese mit den Fingern in den Teig tunken und rundum benetzen. Ins heiße Fett geben und rund 4 Minuten goldbraun frittieren.


Mit einer Schöpfkelle auf ein Zewa legen, um überschüssiges Fett zu entfernen, dann auf einen Teller geben und mit Honig beträufeln.


Zubereitungszeit ca. 45 Minuten (inkl. Backzeit)

Lasst sie euch schmecken und habt einen schönen Abend vor'm TV! :-)
Eure Jacky

Mittwoch, 6. April 2016

J: Kardinalschnitte

Grüß‘ Gott aus dem schönen Österreich!

Wie jedes Mal haben mein Mann und ich auch diesmal süße Leckereien aus unserem Nachbarland im Gepäck.

Zu aller erst möchte ich euch aber die „Kardinalschnitte“ vorstellen. Nicht ganz leicht, aber es lohnt sich geschmacklich absolut und wäre eine hervorragende Alternative zur typisch deutschen Sahnetorte.
 

Zutaten für 8 Stück:

Für die Schneemasse:

7                       Eiweiß (M)
150 g               Kristallzucker

Für die Biskuitmasse:

5                      Eigelb (M)
2                      Eier
70 g                Kristallzucker
1                      Vanilleschote (Mark)
etwas              Zitronenabrieb
80 g                Mehl
                        Puderzucker

Für die Creme:

500 g              Schlagsahne
50 g                Puderzucker
1 Pck               Sahnesteif
1                      Vanilleschote (Mark)
3 – 4 EL         Marmelade (traditionell Preiselbeermarmelade)
 

Zubereitung:

Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backbleck mit Backpapier auslegen.

Für die Schneemasse:

Dann zunächst das Eiweiß mit dem Kristallzucker zu steifem Schnee schlagen.

Die Masse in einen Dressiersack füllen und auf dem hergerichteten Backbleck 4 x 3 Streifen auf dressieren, so dass zwischen jedem Eischneestreifen Platz für einen Biskuitteigstreifen bleibt.

Für die Biskuitmasse:

Das Eigelb mit zwei ganzen Eiern, dem Kristallzucker und dem Mark einer Vanilleschote sowie dem Zitronenabrieb schaumig schlagen. Nach und nach das Mehl untermengen.

Auch die Masse in einen Dressiersack füllen und zwischen den Eischneestreifen jeweils einen Biskuitstreifen setzen.

Etwas Puderzucker durch ein Sieb darüber streuen und alles im Ofen für ca. 25 Minuten backen.


Für die Creme:

Währenddessen die Schlagsahne mit dem ausgekratzten Vanillemark einer weiteren Vanilleschote und dem Sahnesteif aufschlagen. Mit dem Puderzucker abschmecken.

Nach 25 Minuten die Eischnee-Biskuit-Masse aus dem Ofen holen und einen Streifen mit Marmelade bestreichen. Traditionell wird hier Preiselbeermarmelade verwendet, es geht aber ebenso gut mit Erdbeer-, Himbeer-, Brombeermarmelade oder einer sonstigen Marmelade je nach Gusto.

Nun die Schlagsahnecreme darauf verteilen. Den zweiten Streifen stürzen, damit die schöne Seite oben ist und diesen vorsichtig auf die Creme setzen.

Ebenso mit den beiden anderen Streifen verfahren. Ein Streifen entspricht 2 Portionen und wird vor'm Servieren in der Mitte geteilt.

Die Kardinalschnitte möglichst bis zum Servieren kühl stellen und kurz davor nochmals mit Puderzucker bestäuben.


Zubereitungszeit ca. 50 - 60 Minuten

Na – zu viel versprochen?
Lasst sie euch schmecken!
Eure Jacky

Dienstag, 9. Februar 2016

J: Kokos-Milchreis mit Mangokompott

Hallo an alle Schleckermäuler!

Milchreis ist neben Grießbrei oder Kaiserschmarrn eines der begehrtesten Süßspeisen, die als Hauptmahlzeit gegessen werden und dabei muss er nicht immer klassisch zubereitet werden.

Die folgende Version ist asiatisch angehaucht und eignet sich super nicht nur als Hauptmahlzeit, sondern auch als Dessert!


Zutaten für 2 Personen:

500 ml           Kokosmilch
135 g               Milchreis (oder z.B. 1 Beutel reis-fit Milchreis)
2 EL                Zucker
2 EL                Kokosflocken
2 reife             Mangos
                        Prise Salz
 

Zubereitung:

Kokosmilch in einen Topf geben, den Milchreis einstreuen und umrühren, sodass er gleichmäßig verteilt ist, aber noch nicht aufkochen. Zunächst eine Prise Salz hinzugeben (das hebt die Süße nochmal etwas hervor).

Nun alles unter Rühren aufkochen lassen und zugedeckt bei geringer Hitze etwa 25 Minuten quellen lassen. Den Milchreis aber zwischendurch immer wieder umrühren, damit er nicht am Boden ankocht.

Unterdessen die Mango der Länge nach am Kern aufschneiden und eine Seite vom Kern lösen. Nun ein Karomuster hinein schneiden, die Schale nach innen drücken und das Fruchtfleisch ablösen. Nur leicht anpürieren, sodass der Kompott noch stückig ist.

Nun den Milchreis von der Herdplatte nehmen, den Zucker und die Kokosraspeln einrühren. Falls der Reis zu fest ist, einfach etwas normale kalte Milch unterrühren.

In einem tiefen Teller servieren, wer möchte noch mit Zimt-Zucker und frischer Pfefferminze garnieren. Das Auge isst ja bekanntlich mit.


Zubereitungszeit ca. 35 - 40 Minuten
 
Guten Appetit! Ich hoffe, es mundet!
Eure Jacky
 

Donnerstag, 26. Februar 2015

J: Fantablechkuchen

Hallo an alle Hobbybäcker und -bäckerinnen,

zur Abwechslung folgt mal wieder etwas einfachereres und schnelleres, was dennoch super auf die Kaffeetafel passt oder perfekt für einen Kindergeburtstag wäre!

 
Zutaten:

Für den Teig:
5                      Eier
300 g              Zucker
1 Pck.              Vanillezucker
350 g              Mehl
1 Pck.              Backpulver
125 ml             Sonnenblumenöl
175 ml             Fanta

Für den Beleg:
500 ml            Schmand
600 ml            Schlagsahne
1-2 Pck.           Sahnesteif
                         Zucker-Zimt
(1 Dose           Pfirsiche oder Mandarinen)

 
Zubereitung:

Zu aller erst Ofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier in eine Rührschüssel geben. Zucker und Vanillezucker zufügen und die Eier mit einem Handrührgerät schaumig schlagen.

Mehl mit Backpulver mischen und unter die Eimasse rühren.

Sonnenblumenöl und Fanta zum Teig gießen und den Teig glatt rühren.

Teig auf ein gut gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen und bis an alle Ränder streichen/verteilen und auf der mittleren Schiene ca. 25 - 30 Minuten goldgelb backen.

Fantakuchen auf dem Blech abkühlen lassen.

Für die Schmandcreme die Sahne mit Hilfe des Sahnesteif steif schlagen und den Schmand langsam unterheben.

(Bei der Variante mit Obst, zunächst Pfirsiche oder Mandarinen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Pfirsiche ggf. in kleine Würfel schneiden. Dann das Obst auf dem abgekühlten Boden verteilen oder – falls man das lieber mag – in der Schmandcreme unterheben)

Die Schmandcreme mit einem Löffel darüber geben und verteilen, anschließend mit Zucker-Zimt bestäuben.

Info: Der Fantakuchen hält sich auch mehrere Tage im Kühlschrank. Er bleibt saftiger, wenn man Blechkuchen und Schmandcreme separat in den Kühlschrank stellt, aber auch bereits fertiggestellt und mit Alufolie abgedeckt kann er mehrere Tage kühl aufbewahrt werden.

Zubereitungszeit ca. 1 Stunde (inkl. Abkühlzeit)

 
Gutes Gelingen und lasst ihn euch schmecken! J
Eure Jacky

Donnerstag, 24. Juli 2014

J: Leckeres Portugal


Olá e bom dia de Portugal!

Mein Mann und ich waren mit Freunden dieses Jahr zwei Wochen an der portugiesischen Algarve, sowie in Lissabon und durften neben zahlreichen Unternehmungsmöglichkeiten auch die portugiesische Küche näher kennenlernen.

Die unmittelbare Angrenzung an den Atlantik bringt hier natürlich viel Fisch- und Meeresfruchtspeisen auf eine jede Restaurantkarte, sowie unzählige Süßspeisen. Die Kuchen und Gebäcke in Portugal sind zumeist nussig und honigsüß!

Allerdings sind auch diverse Wurst- und Fleischspezialitäten unter den Angeboten. Ganz zu schweigen von großartigen lokalen Weinen.

In den folgenden Zeilen möchte ich euch ein wenig die portugiesische Küche zeigen und auf das ein oder andere Gericht verweisen, das sich zum Nachkochen allemal lohnt! =)

 
Fisch & Meeresfrüchte

Ein Vormittag auf einem portugiesischen Bauernmarkt und man ist so beeindruckt von der Fischauswahl, dass man anschließend gar nicht mehr weiß, welchen Fisch man abends über den Grill hängen soll.

Ganz vorn mit dabei ist der „Bacalhau“, ein gesalzener und getrockneter Kabeljau/Stockfisch, für den es unzählige Rezepte gibt. Er wird in Portugal in jedem Fischgeschäft und auf allen erdenklichen Märkten angeboten, auch wenn er heutzutage nicht mehr wirklich direkt vor der portugiesischen Küste gefangen wird. Hier sind die Bestände so zurückgegangen, dass der Kabeljaufang inzwischen vor der neufundländischen Küste betrieben wird.

Sehr beliebt sind auch „Sardinen“, diefür die Region um Lissabon sehr typisch ist. Die Büchsensardinen werden noch heute hauptsächlich in Portugal produziert.

Aber auch Tintenfisch, Langusten, Krebse, Thunfisch, Schwertfisch, Aal, Lampreten, Garnelen und eine vielzahl an Muscheln bietet jeder portugiesische Wochenmarkt. Gerade bei Krebsen und Langusten/Hummern ist es typisch, dass diese in Restaurants in Aquarien gehalten und frisch zubereitet werden!
 

Der sogenannte „Ameijoas na cataplana“ ist beispielsweise ein leckerer Muscheleintopf, dessen Muscheln an der portugiesischen Algarve gezüchtet werden. Dieser wird mit Schweinefleisch, Speck und Zwiebeln zubereitet.

Sehr häufig findet man auch „Arroz vom Mariscos“ auf Speisekarten. Das ist eine Reisplatte mit Meeresfrüchten (u.A. Krebsen, Muscheln, Scampi und Langusten). Oftmals werden solche Platten für 2 Personen angeboten.


Fleischspezialitäten

Ähnlich wie in den meisten anderen europäischen Ländern findet man auch in Portugal viele Rind-, Schweine-, Lamm- und Zickleinfleischsorten.

Sehr zu empfehlen und überaus lecker ist das sogenannte „Alcatra“, ein in Rotwein und Knoblauch mariniertes Stück Rindfleisch aus der Region Terceira, die bekannt für ihre Rinderzucht ist.

Am häufigsten werden nach wie vor Fleisch und Wurst in Eintopfgerichten verwendet. Der bekannteste Eintopf ist wohl der „Cozido à portuguesa“, der in der traditionellen Form mit Rind- und Schweinefleisch, Chouriço (Rotwurst), Blutwurst, Kohl, Rübchen, Möhren und Kartoffeln zubereitet wird.
 
Oder aber „Tripas à modo do Porto“, ein Eintopf mit Kutteln und weißen Bohnen, der aus der Region um Porto stammt.


 
Geflügel

Das wohl bekannteste Geflügelgericht – und vermutlich so etwas wie eine Nationalspeise – ist das sogenannte „Piri-Piri“, ein mit Chili-Öl mariniertes und gebratenes Hähnchen, das samt Knochen zerlegt und mit Pommes Frites serviert wird.

Wie bei einem Auslandsurlaub eigentlich selbstredend sollte man Nationalgerichte auch in typischen kleinen, lokalen Restaurants essen! Hier stehen oftmals noch Großeltern oder Einheimische mit hinter dem Herd, was eine traditionelle Zubereitung garantiert.

 
Süßspeisen & Gebäck

Geht man einmal in einen portugiesischen Supermarkt oder in ein portugiesisches Café sieht man zumeist mehrere Glasvitrinen mit frisch abgepackten oder tatsächlich hausgemachten Süßspeisen. Ein Muss für jeden Süßigkeitenliebhaber!

Aufgrund der guten klimatischen Bedingungen werden viele Nussarten direkt in Portugal angebaut, so z.B. Kastanien und Mandeln, die daher auch in beinah jedem Gebäck zu finden sind und es zusammen mit Ei und Zucker zu kalorienreichen Erlebnissen macht.

Hier findet ihr eine wirklich sehr kurze Auflistung der bekanntesten und leckersten Süßspeisen, die man in Portugal mal probiert haben sollte:

 
 
Allerdings kann man diese weiter und weiter und weiterführen, gefühlt ohne Ende! Googelt bloß einmal danach, ihr werdet sicherlich mehr als fündig!

 
Weine

Dass Portugal eine bekannte Weinregion ist und diverse Weinreben und somit Weinsorten beherbergt, ist für jeden Weintrinker kein Geheimnis. Viele lokale portugiesische Weine schaffen es jedoch gar nicht erst auf den internationalen Markt. Entweder, weil sie von Degustatoren als „zu schlecht“ empfunden wurden (obwohl das ja Geschmackssache ist), oder weil die angebauten Weinreben nicht mehr als den lokalen Bedarf decken können.

Daher bietet sich ein Ausflug auf ein Weingut durchaus an.

Nicht nur, um die portugiesischen Weine zu kosten, sondern ebenso um Mentalität und Gastfreundlichkeit etwas näher kennenzulernen.

Der auch hierzulande sehr bekannte „Portwein“, der seinen Ursprung in Portugal hat und vielmehr ein Likörwein ist, wird häufig zu Desserts getrunken. „Branntwein“ ist ebenfalls sehr bekannt und der portugiesische Süßwein „Vinho da Madeira“ ist vergleichbar mit dem spanischen Sherry.

Wie ihr sehen und lesen könnt, bietet die portugiesische Küche eine breit gefächerte Liste an Spezialitäten und Zubereitungen.

Unzählige Rezepte bieten natürlich schon Chefkoch.de und kochbar.de, aber auch hier bei uns werdet ihr ganz sicher das ein ums andere Mal noch ausländische Rezepte entdecken, die wir auf Reisen kennengelernt und Zuhause nachgekocht haben!!!

Wer auf den nächsten Urlaub nicht warten möchte, dem kann ich nur das „Cavalo Negro“ in 63303 Dreieich-Offenthal empfehlen! Frische und typische portugiesische und spanische Spezialitäten in landestypischem Ambiente!

Ich hoffe, ich habe ein wenig euer Fernweh geweckt und euch Lust auf Portugal gemacht! Ein Urlaub an den unzähligen Atlantikküsten ist es allemal wert dieses vielfältige Land kennen zu lernen!

 
Até à vista!
Eure Jacky

Mittwoch, 11. Juni 2014

J: Waldbeer-Tiramisú

Und nochmal "Hallo" an alle Hobbyköche!

Heute präsentiere ich euch außerdem eine abgewandelte Tiramiú mit fruchtigen Beeren – ein super frischer Kompromiss zum Original.

 
Zutaten:

200 g              Löffelbiskuit
4 EL                Obstbrand
500 g              tiefgeforene Beerenmischung
250 g              Mascarpone
200 g              Quark
75 g                 Zucker
1 Pck.              Vanillezucker
100 g               Schlagsahne


 
Zubereitung:

Eine flache Auflaufform mit Löffelbiskuit auslegen und einem Obstbrand nach Wahl (Pfirsich, Williams Christ o.Ä.) beträufeln.

Die tiefgefrorene Beerenmischung darauf verteilen.

Die Schlagsahne (notfalls mithilfe von Sahnesteif) aufschlagen und mit Mascarpone, Speisequark, Zucker und Vanillezucker verheben. Die steife Masse dann auf den Beeren verteilen.

Für mind. 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Vor dem Servieren mit Zimt bestäuben oder weiteren Beeren garnieren.

Eine Version für Kinder dann mit Fruchtsaft statt Obstbrand!

 

 
Ich hoffe, ich konnte euch von dem Tiramisú-Experiment überzeugen!
Ein nettes Dessert für eine größere Gruppe oder bei einer Feier.
 
 
Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Ruhezeit mind. 2 Stunden
 
Guten Appetit!
Eure Jacky
 

Montag, 2. Juni 2014

J: Baklava (türk. Süßspeise)


Hallo an alle!

Jeder kennt doch den Döner-Mann um die Ecke, oder nicht? Und meistens haben diese dann auch Bleche mit leckeren türkischen Süßspeisen.

Dass „süß“ in der Türkei auch wirklich „süß“ heißt, weiß jeder, der schon einmal Baklava probiert hat.

Hier findet ihr ein Rezept es selbst einmal auszuprobieren!

Abgesehen vom Spaßfaktor in der Küche etwas lecker duftendes gezaubert zu haben, ist auch der Kostenfaktor um 80% minimiert.

 
Zutaten für 1 Blech:

1-2 Rollen      Filo- oder Yufkateig (ca. 480 g im Kühlregal)
160 g               Butter
500 g               Zucker
400 ml            Leitungswasser
180 g               ungesalzene Pistazien-Kerne
50 g                 Mandeln
3 TL                brauner Rohrzucker


Zubereitung:

Ein kleiner Tipp vorweg: Unter folgendem Link findet ihr eine super Videoanleitung zu dem Gericht à http://www.youtube.com/watch?v=Tcj8d2-UbTw

 
 
Den Filo- oder Yufkateig für das Baklava zunächst bei Raumtemperatur für ca. 5 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Pistazien fein mahlen (z.B. mit einem Universalzerkleinerer) und 2 EL davon für die Deko des Baklava beiseite legen.

Den Rest Pistazien mit ebenfalls gemahlenen Mandeln und 3 TL braunem Rohrzucker mischen.

Währenddessen die Butter schmelzen lassen.

Die Teigblätter entrollen und für das Schichten des Baklava eine ofenfeste Form (je nach Teigplattengröße) mit 1 EL flüssiger Butter ausstreichen.


Anschließend mit etwa 6 Blättern den Boden bedecken. Beim Einschichten jedes Blatt dünn mit flüssiger Butter bestreichen/beträufeln.

Die Pistazien-Mandel-Mischung für das Baklava auf den eingeschichteten Teigblättern verteilen und ebenfalls mit Butter beträufeln.

Die restlichen Teigblätter ebenso einzeln auf die Pistazienschicht legen und jeweils mit flüssiger Butter bestreichen/beträufeln.




Das Baklava mit einem scharfen Messer vorsichtig in Rechtecke schneiden (je nach Blechgröße).





Die übrige Butter darübergießen.

Die geschichteten Teigblätter im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 175°C/Umluft 160°C/Gas: Stufe 3) etwa 40–45 Minuten goldbraun und knusprig backen.



Tipp: Das Baklava nach 20–25 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel oder gar schwarz wird.






Zwischenzeitlich den Sirup zum Tränken des Baklava ansetzen: Zucker und 400 ml Wasser in einem Topf bei schwacher Hitze erwärmen und solange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die Mischung aufkochen und bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten zu einem Sirup einkochen.

Das Baklava aus dem Ofen nehmen und sofort den heißen Sirup gleichmäßig darübergießen.

Das Baklava mit den restlichen Pistazien bestreuen und in dem Blech auskühlen lassen.
 

Zubereitungszeit ca. 20-30 Minuten

 
Eine perfekte Abwechslung am Kuchentisch oder auf Grill- und Garten-WM-Partys.
 

Gutes Gelingen beim Nachbacken!
Eure Jacky