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Mittwoch, 4. Februar 2015

J: Spaghetti-Pizza-Brot

Halli hallo an alle Köche und Köchinnen da draußen,

die irgendwann – ähnlich wie ich – davon genervt sind, wenn Kochen eintönig wird!
Man kennt das doch:
Abends nach Hause kommen, noch schnell was kochen. Die Betonung liegt auf „schnell“ und dann noch mit möglichst wenig Aufwand, denn man hat ja keine Lust noch Stunden in der Küche zu stehen. Also greift man doch immer wieder auf die bekannten Gerichte zurück. Dabei gibt es pfiffige Ideen, die sich sogar mit übriggebliebenem vom Vortag prima zubereiten lassen.

So zum Beispiel das folgende Rezept, dass ich euch vorstellen möchte.

Ihr habt eventuell am Vortag Spaghetti Cabonara oder Arrabiata gehabt? Oder auch Spaghetti Bolognese und wollt die Reste aber nicht weg werfen? Hier kommt die perfekte Idee für euch!

Zutaten für 1 Spaghetti-Pizza-Brot:

250 g              Spaghetti
400 ml           von eurer Lieblingssoße (z.B. Bolognese, Arrabiata, Cabonara …)
250 g              Feta oder Mozzarella
1 Pck.              Fertig-Pizzateig
1                      Ei
                        Prise Oregano

Zubereitung:

Rollt den Pizzateig auf und legt ihn auf einem Backblech aus. Stellt den Ofen auf 170° Ober-/Unterhitze und lasst ihn vorheizen.

Solltet ihr keine Reste vom Vortag verwerten wollen, müsst ihr erst einmal Nudelwasser zum Kochen bringen und die Spaghetti im gesalzenen Wasser ca. 7 Minuten al dente kochen.

Währenddessen eure Lieblingssoße anrühren.

Ihr könnt die aus dem Glas nehmen, mit Fertigtüten arbeiten oder wirklich frisch zubereiten. Ganz wie es euer Zeitkonto und eure Laune zulässt.

Anschließend die Spaghetti abgießen und mit der Soße verrühren, sodass möglichst jede Nudel mit Soße benetzt ist.

Die Spaghetti nun mittig auf dem ausgerollten Pizzateig verteilen. ACHTUNG: Lasst links und rechts jeweils 4-5 cm Platz, sowie oben und unten etwa 2 cm!

Je nach Geschmack gewürfelten Mozzarella oder Feta darüber verteilen.

Schneidet nun den Pizzateig von der Spaghettimasse nach außen in 3 cm dicken Stücken ein.

Klappt die einzelnen Stücke gekreuzt über euren Spaghettihaufen, sodass es beinah wie geflochten aussieht. Abschließend den „Hintern“ und den „Kopf“ umklappen und an den Seiten entlang ziehen, sodass hier nicht überall Soße herausquillen kann.


Für einen netteren Anblick folgender Tipp:
Verquirlt ein Ei und bestreicht nun euren „geflochtenen“ Hefeteig damit. Anschließend streut ihr ein wenig getrockneten Oregano darüber.

Schiebt das Blech auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen und lasst alles etwa 30 Minuten goldbraun backen.

Nun aus dem Ofen holen, ggf. auf eine Servierplatte schieben und noch heiß auf den Tisch damit! :-)

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten (inkl. 30 Minuten Backzeit)

 
Ich hoffe, es schmeckt Euch!
Ich finde, es peppt ein 0-8-15-Gericht raffiniert auf!

Guten Appetit,
eure Jacky

Dienstag, 15. Juli 2014

S: Kirsch-Chili Chutney

Ich liebe Chutneys. Egal ob zu Fleisch oder Käse. Es ist einfach ein perfekter Ersatz zu den Standard(-langweil) Soßen. Gerade beim Grillen kommen selbstgemachte Chutneys immer gut an. Sie sind ein prima Mitbringsel und so einfach zu machen. Und es gibt keine Grenzen. Einfach eure Lieblinge mischen und ausprobieren. Ihr müsst ja nicht gleich Literweise neues Chutney machen. Hier z.B. habe ich erst einmal versuchsweise zwei Gläser gemacht und was soll ich sagen? Es werden mehr folgen. Ich habe das Chutney zu gebackenen Ziegenkäse probiert sowie zu einer Brotzeit mit Manchego-Käse. Einfach spitze! Aber ich muss auch sagen – verdammt sind die Chilis scharf. Das nächste Mal reicht definitiv eine. Geschmacklich hat man anfänglich eine angenehme Süße der Kirschen, danach kommt die Chili prickelnd auf der Zunge. Dazu der cremige Käse, einfach göttlich!

Zutaten (2 Gläser):

350 g Kirschen (entkernt)
1 Chili (scharf)
1 Ingwer (Daumengroß)
Pfeffer
3 EL Zucker
3 EL Essig oder Zitronensaft

Zubereitung:

Die Kirschen entkernen und gründlich waschen. Wer mag kann die Kirschen jetzt halbieren, ich habe mir jedoch die Arbeit gespart und sie später im Topf einfach mit einem Löffel etwas zerdrückt/geteilt. Einen hohen Topf aufstellen und die Kirschen hineingeben, langsam erhitzen.

Die Chili kleinschneiden, auch hier gilt wieder- unbedingt Handschuhe tragen! Den Ingwer schälen und vorerst beiseite legen. Die Chilis mit in den Topf geben und kurz mit anbraten. Den Ingwer mit einer feinen Reibe reiben und zu den Kirschen geben. Dann das Ganze mit dem Zucker bestreuen und gründlich umrühren bis er sich vollständig aufgelöst hat. Nun den Essig bzw. den Zitronensaft hinzugeben.  Unter ständigem rühren alles aufkochen lassen. Nun zerdrücke ich die Kirschen etwas – falls ihr fleißig wart und sie vorher halbiert habt braucht ihr das natürlich jetzt nicht mehr machen. Mit etwas groben Pfeffer (ich habe eine Drei-Pfeffer-Mühle) würzen.

Das Chutney nun gute 30min. köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren damit sich nichts am Boden ansetzt. Ihr könnt nun vorsichtig abschmecken und eventuell noch etwas nachwürzen.

Zwei Gläser steril auskochen- darauf achten, dass man nun nicht mehr in das Glas greift und es womöglich wieder verunreinigt.  Nun das heiße Chutney einfüllen. Den Rand der Gläser unbedingt vor dem verschließen sauber machen. Für einige Minuten das verschlossene Glas auf den Deckel stellen. Danach hält sich das Chutney etwa 2-3 Monate gut gelagert (kühl und dunkel).

Wie oben schon erwähnt esse ich das Chutney gerne zu Käse. Aber auch zu einem guten Stück Rindfleisch vom Grill passt es oder einem schönen Rehrücken (oder anderes Wild).


Viel Spaß beim nachkochen!

Eure snoopy

Donnerstag, 20. März 2014

S: Senfsoße mit Fischstäbchen und Kartoffeln

Hausmannskost ist schon was Feines. Da ich in einer Familie groß geworden bin, wo viele Kulturen und Länder aufeinander kommen, gab es irgendwie selten das „typisch deutsche Essen“. Deftige Knödel oder Braten gab es immer nur bei Oma. Zu Hause standen meistens eher asiatische, afrikanische und spanische Gerichte auf dem Tisch. Ich muss gestehen, in meinem eigenen Haushalt stehen auch gerne exotische Sachen auf dem Tisch. Aber nicht gestern. Gestern stand gute Hausmannskost auf dem Tisch. Ein schnelles Gericht, wo eigentlich gar nicht so viel gekocht werden muss.

Zutaten für zwei Portionen:

150 g Saure Sahne
150 g Schmand
4 Eier
Senf
Pfeffer/Salz
Saure Gurken
8 Fischstäbchen/ oder anderer Backfisch
300 g Kartoffeln
Öl für die Pfanne

Als erstes setzt ihr einen Topf mit Wasser auf und legt die vier Eier hinein. Die dürfen nun ordentlich schwitzen, damit sie hartgekocht werden. Ihr könnt die Eier anstechen, dann werden sie auch garantiert hart; ich lasse sie einfach die ganze Zeit über kochen während ich die anderen Sachen vorbereite.

Einen zweiten Topf mit Wasser aufstellen und die Kartoffeln schälen. In das Wasser eine Prise Salz geben und  die Kartoffeln langsam weich kochen.

In eine Schüssel die Saure Sahne und den Schmand geben und zu einer glatten Creme verrühren. Zwei bis drei Esslöffel (je nach Geschmack und Schärfe) Senf hinzugeben und ebenfalls verrühren. In der Zwischenzeit etwa vier bis fünf große Saure Gurken in feine Würfel schneiden. Auch hier bestimmt der eigene Geschmack, wer es etwas säuerlicher mag, nimmt ein paar mehr Gurken.

Die Pfanne aufstellen und etwas Öl oder Bratschmalz hineingeben. Sobald die Pfanne heiß ist Fischstäbchen hineingeben und die Temperatur der Pfanne etwas runterdrehen.

Die Eier abgießen und eiskalt abschrecken. Ich gebe zu, ich bin immer zu ungeduldig und pelle die heißen Eier ohne sie richtig abgeschreckt zu haben. Deswegen; nehmt euch die Zeit. Es tut euren Fingern gut und es bleibt weniger Schale am Ei hängen. Ich nehme es mir ja jedes Mal vor, aber…

Das Eigelb direkt in die Senfcreme geben und mit einer Gabel zerdrücken, sodass es sich mit der Creme komplett verbindet. Mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Das Eiweiß auf ein Brett legen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit den Gurken in die Creme geben und unterrühren.

Nicht vergessen die Fischstäbchen zu wenden. Die Kartoffeln dürften jetzt auch fertig sein und können abgegossen werden.  

Alles zusammen schön auf einem Teller anrichten und schon kann man es sich schmecken lassen.


Zubereitungszeit: ca. 20min.

Guten Appetit, eure snoopy