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Freitag, 9. September 2016

J: Böhmische Zwetsch(g)enknödel

Hallo an alle Süßmäuler und Liebhaber der Böhmischen Küche!

Die traditionelle "böhmische Küche" (so nennt man zumeist west-tschechische Leckereien) ähnelt aufgrund der (Nach-) Kriegszeit stark der österreichischen und süddeutschen Küche.

Viele Kriegsflüchtlinge oder Kriegsgefangene, die aus dem osteuropäischen Land zu uns kamen, haben Gerichte mitgebracht und in unserer Essenskultur verankert. Bekannte Gerichte sind z.B. Buchteln, Palaciniki-Pfannkuchen, Serviettenknödel, Soljanka, Dalken, Powidltascherl, Kolatschen, Pilz-Kartoffel-Eintopf oder Schupfnudeln. Das Meiste kennt man womöglich durch die Urgroßeltern oder Großeltern.

Zu meinen absoluten Lieblingsgerichten zählen hier die Böhmischen Zwetschgenknödel. Im Vergleich zu den "normalen" Zwetschgenknödel werden diese nicht mit Kartoffelteig, sondern Hefeteig zubereitet und statt mit Vanillesoße zumeist mit Kaffeesahne, zerlassener Butter und Schichtkäse serviert.

Probiert sie aus und - glaubt mir! - ihr werden sie genauso schlemmen wie ich! :-D


Zutaten für 4 Personen:

500 g          Mehl
300 ml       lauwarme Milch
2                  Eier
1 Prise         Salz
1 Würfel     Frischhefe
20 - 24       Zwetschgen
1 Dose        Kondensmilch
500 g          Schichtkäse
100 g          Süßrahmbutter
                    Zucker


Zubereitung:

Den Schichtkäse kurz abkochen und in einem Küchentuch stark auswringen. Dann in den Kühlschrank stellen und auskühlen lassen.

Etwa die Hälfte des Mehls in eine Schüssel geben, eine Prise Salz beifügen und gut vermischen. Nun den Hefewürfel mit lauwarmer Milch (optimal ca. 30° C) anrühren, dann zu dem Mehl-Salz-Gemisch hinzugeben.

Den Rest des Mehls und zuletzt die verquirlten Eier beigeben.

Den Teig von Hand kneten bis er sich von den Fingern löst und Blasen wirft. An einem warmen und vor Luftzug geschützten Ort aufgehen lassen.


Nach etwa einer dreiviertel Stunde (der Teig sollte sich verdoppelt haben) nochmals kurz durchkneten und in kleine Teigstückchen schneiden. Diese zu einem Kreis auskneten, bemehlen und je eine Zwetschge darin einwickeln.

In kochendes Salzwasser geben und ca.10 Minuten kochen lassen (sie schwimmen oben, sobald sie gar sind).
 

Den Schichtkäse mit einer Raspel reiben und in einem Schüsselchen auf dem Tisch stellen.

Die Kondensmilch öffnen und ebenfalls auf den Tisch stellen.

Etwa 100 g Süßrahmbutter zerlassen und zusammen mit Zucker als dritte Zutat auf den Tisch stellen.

Die fertigen Zwetschgenknödel aus dem Wasser sieben, in eine Schüssel geben und servieren.

Traditionell wird der Zetschgenknödel nun auf dem Teller seziert (aufgeschnitten und Kern entfernt), dann mit Schichtkäse, Zucker und Butter übergossen und genossen.

 
Zubereitungszeit ca. 1 - 1,5 Stunden

Lasst sie euch schmecken!

Bei einem Wettessen meiner Mutter mit ihren Geschwistern vor etlichen Jahren hat sie den Rekord von 24 Knödeln aufgestellt! Ich selbst bin allerdings schon nach einem fünftel davon pappsatt! :-D

Veranstaltet doch auch mal ein Wettessen! Wer gewinnt?

Bis zum nächsten Rezept,
eure Jacky

Mittwoch, 13. Mai 2015

J: Spargelcremesuppe mit Croûtons

Hallo an alle Hobbyköche und -köchinnen!

Ich hoffe, ihr habt die Spargelschalen und –enden aufgehoben?

Hieraus lässt sich wahnsinnig schnell und einfach eine leckere Spargelcreme-Suppe ohne künstliche Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker kochen. Ich würde fast behaupten, eine Tütensuppe geht nicht einmal schneller oder einfacher, falls das nun die Ausrede werden soll!

Lest selbst und probiert es aus!

Zutaten für 4 Personen:
 
1 Liter             Wasser
                         Spargelschalen und –enden von ca. 16-20 Stangen
                        Gemüsebrühe
200 ml           Schlagsahne
                        Salz, Pfeffer
ca. 50 g           Mehl
2 Scheiben     Toast
                        etwas Olivenöl
1                      Knoblauchzehe


Zubereitung:

Gebt die Spargelschalen und –enden in einen Topf und gießt ihn mit etwa 1 Liter Wasser auf. Ab auf den Herd damit und aufkochen. Etwa 10 Minuten köcheln lassen, um die Aromen und Geschmacksstoffe aus den Spargelresten heraus zu kochen.

Währenddessen für die Croûtons zwei Scheiben Toast in den Toater schmeißen und leicht vorrösten. Dann in Wüfel schneiden und in eine erhitzte, beschichtete Pfanne geben. Ein wenig Olivenöl und gepressten Knoblauch hinzugeben.

Anschließend von der heißen Herdplatte nehmen und bei Seite stellen.

Ebenso das kochende Spargelwasser vom Herd nehmen und entweder die Spargelschalen aussieben oder mit einer Küchenzange heraus fischen.

(Wenn ihr Spargelstücke in der Suppe möchtet, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt geschälten und in kleine Würfel geschnittene Stücke in die Brühe zu geben.)

Mehl in z.B. ein leeres Marmeladenglas füllen, etwas Brühe hinzu und gut shaken.

In das Spargelwasser kommt nun etwas Gemüsebrühenpulver, sowie 200 ml Schlagsahne. Rührt nun langsam die Mehlschwitze unter, bis ihr die gewünschte Semigkeit erreicht habt. Das Mehl bindet die Flüssigkeit und dickt die Suppe an.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einem tiefen Teller ggf. mit etwas frischer Petersilie servieren.


Zubereitungszeit ca. 15 - 20 Minuten

Passt perfekt als Vorspeise oder als leichtes Hauptgericht.

Lasst es euch gut schmecken!
Eure Jacky

Dienstag, 5. Mai 2015

J: Schinken-Spargel-Röllchen & selbstgemachte Sauce Hollandaise

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch heute eine klassische Variante mit Sauce Hollandaise vorstellen statt mit geschmolzener Butter und Semmelbrösel.

Manche machen dazu noch Kalbsschnitzel und Kartoffeln, meine Fleischbeilage ist hier allerdings allein der Schinken! Man soll immerhin den Spargel genießen! ;-)

Kleiner Tipp zum Lagern von Spargel: Wenn ihr ihn 1-2 Tage im Vorhinein kauft (weil er z.B. im Angebot ist oder das Essem am Sonntag gemacht werden soll, durchnässt ein frisches Geschirrspültuch mit kaltem Wasser, wringt es gut aus und schlagt den Spargel darin ein. Im Kühlschrank hält er sich so etwas länger frisch.


Zutaten für 2 - 3 Personen:

16 Stangen                 frischer weißer Spargel
1 Pck                           Kochschinken
4                                  Eigelb
2-3 EL                        trockener Weißwein
125 g                           Butter
1                                   unbehandelte Zitrone
1 Prise                         Zucker
Salz, Pfeffer
                                  
Zubereitung:

Sauce Hollandaise:

Zitrone halbieren und ½ auspressen. Zitronensaft bei Seite stellen.

Eigelb, Weißwein, je eine Prise Salz und Zucker und eventuell 1 EL Wasser mit einem Schneebesen in einer Metallschüssel miteinander verrühren.

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen (nicht bräunen!!).

Die Schüssel mit der Eigelbmischung in ein heißes Wasserbad stellen, so dass der Boden der Metallschüssel knapp das Wasser berührt. Das Wasserbad darf nicht zu heiß sein und in keinem Fall kochen, sonst stockt das Eigelb und die Soße wird flockig.

Die Masse mit dem Schneebesen so lange schlagen bis die Soße dicklich-cremig geworden ist. Mit dem Schneebesen dabei möglichst überall an Rand und Boden der Schüssel entlangrühren, damit sich das Eigelb nicht am Schüsselrand festsetzt.

Dann die flüssige Butter in dünnem Strahl mit einem Schneebesen langsam unter die Eigelbcreme schlagen, bis eine semige Sauce Hollandaise entstanden ist. Diese mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft abschmecken und zeitnah servieren!

Spargelröllchen:

Einen großen Topf mit ca. 2 TL Salz, ½ TL Zucker und 1 TL Pflanzenöl zum Kochen bringen.

Währenddessen den Spargel sorgfältig schälen, indem man a.) die holzigen Enden entfernt und b.) mit einem Sparschäler vom Spargelkopf abwärts die Schale entfernt.

Tipp: Hebt die Schalen und Enden auf, daraus lässt sich noch eine sensationelle Spargelsuppe zubereiten!

Sobald das Wasser kocht, den Spargel einlegen und das Wasser einmal kurz aufkochen lassen, danach augenblicklich die Hitze auf ein Minimum reduzieren und ca. 10 Minuten darin garen lassen. Spargel sollte niemals dauerhaft kochen, damit die zarten Spargelköpfe nicht verletzt werden.

Unterdessen den Kochschinken in einer Bratpfanne mit etwas Butter erwärmen, da Spargel dazu neigt schnell auszukühlen und der kalte Schinken dies nur beschleunigt.

Dann den Schinken mit je 4 Spargelstangen füllen, einrollen, ggf. mit einem Küchengarn zusammenbinden und auf einen Teller legen.

Tipp: Man kann auch die Teller durchaus im Ofen oder der Mikrowelle vorwärmen.

Die Sauce Hollandaise darüber gießen, mit einer Zitronenscheibe garnieren und servieren!
 
Sooooo lecker!


Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

Lasst es euch schmecken!
Eure Jacky

Dienstag, 28. April 2015

J: Kalbsmedaillons mit gerahmtem Süßkartoffel-Spargel-Gemüse

Hallo ihr Lieben!

Heißen wir die Spargelzeit willkommen!

Spargel ist ein sehr teures Gemüse und man gönnt es sich in aller Regel nicht oft, daher ist es besonders wichtig die kurze Spargelsaison richtig zu nutzen.

Spargel lässt sich sehr vielfältig verwenden u.A. als Suppe, in einer Quiche, einem Auflauf oder ganz klassisch.

Meine erste gepostete Variante besteht aus einem eher untypischen Gericht, ist aber mindestens genauso lecker und schmeckt nur mit frischem Spargel auch wirklich richtig gut!
 

Zutaten für 2 Personen:

300 g                          frischer weißer Spargel
1                                  Süßkartoffel
4 – 6                           Kalbsmedaillons
200 ml                       Kochsahne oder Rama Cremefine zum Verfeinern
                                    Prise Mehl
                                    Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Zuerst die Kalbsmedaillons aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Für den Spargel einen großen Topf mit Wasser und ca. 2 TL Salz, ½ TL Zucker und 1 TL Pflanzenöl zum Kochen bringen, zeitgleich auch für die Kartoffeln einen Topf mit 2 TL Salz aufsetzen.

Währenddessen den Spargel sorgfältig schälen, das bedeutet die holzigen Enden, sowie mit einem Sparschäler die Spargelhaut zu entfernen. Den Spargel in etwa 3-4 cm lange Stücke schneiden.

Ebenso die Kartoffel schälen und in Würfel schneiden.

Sobald das Spargelwasser kocht, die Spargelstücke hineingeben und das Wasser einmal kurz aufkochen lassen, danach augenblicklich die Hitze auf ein Minimum reduzieren und ca. 5-6 Minuten darin garen lassen. Spargel sollte niemals dauerhaft kochen, damit die zarten Spargelköpfe nicht verletzt werden.

Tipp: Hebt die Schalen und Enden auf, daraus lässt sich noch eine sensationelle Spargelsuppe zubereiten!

Die Kartoffelwürfel können ca. 10 – 15 Minuten durchgängig in kochendem Wasser baden.

Währenddessen in einer beschichteten Pfanne Bratfett heiß werden lassen. Die Kalbsmedaillons mit groben Salz und Pfeffer beidseitig würzen und im heißen Fett bei starker Hitze von jeder Seite ca. 2-3 Minuten braten.

Die Medaillons in Alufolie packen und für einen Moment ruhen lassen, sodass sich die Fleischsäfte verteilen können.

Den Spargel abgießen und zurück in den Topf geben, wo sie mit einem Schuss Schlagsahne oder Rama Cremefine zum Verfeinern abgelöscht werden. Um die Sahnesoße anzudicken am Besten eine Mehlschwitze nutzen. Diese ist geschmacksneutral und man benötigt sehr wenig davon (Wasser + Mehl mixen und unterrühren). Nun kommen die Kartoffelwürfel noch hinzu und es kann mit Salz und weißem Pfeffer abgeschmeckt werden.

Alles auf einen Teller drapieren und servieren! Fertig!

 
Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

Guten Appetit!
Eure Jacky

Freitag, 1. August 2014

J: Böhmische Zwetschgen-Knödel

Hallo an alle Hobbyköche und –köchinnen!

So langsam beginnt wieder die Zwetschgenzeit und natürlich kann man das violette Steinobst als Brotaufstrich oder Kuchen verarbeiten, aber eine weitere sehr leckere Variante ist ebenso ein köstliches Mittag- oder Abendessen!

Ich hoffe, sie schmecken euch so gut wie mir!

 
Zutaten für 30 Knödel:

1 kg                   Mehl
600 ml            Milch (lauwarm)
4                     Eier
2 Würfel         Hefe (frisch)
                       Salz
1 kg                Zwetschgen
250 g              Butter (geschmolzen)
500 g              Schichtkäse (extrem magerer Quark) 
                       (Zimt-) Zucker

 
Zubereitung:

Beilagen (1)

Vor allen weiteren Zubereitungen zuersteinmal den Schichtkäse in Wasser geben, aufkochen und etwa 15 Minuten kochen lassen.

Ein Sieb mit einem Geschirrtuch auslegen und den bröckelig gewordenen Schichtkäse hindurch gießen.

Das Geschirrtuch verschließen und verdrehen, sodass überschüssiges Wasser aus dem Schichtkäse gedrückt wird.

Als „Geschirrtuch-Päckchen“ in den Kühlschrank stellen und ca. 1 – 1 ½ Stunden auskühlen lassen.


Hefeteig

4 Eier in eine Schüssel geben und verquirlen.

Einen Teil des Mehls in eine Schüssel geben, Salz beifügen, vermischen.

Hefe mit ca. 50-100 ml Milch anrühren und dazu geben.

Dann mit den restlichen 500 ml Milch gut verrühren. Erst dann den Rest Mehl und anschließend die verquirlten Eier beigeben.

Den Teig von Hand kneten bis er sich von den Fingern löst und Blasen wirft. Warm gestellt oder bspw. in einem Wasserbad aufgehen lassen.


Knödel

Zwetschgen waschen und abtrocknen.

Dann Teigstückchen plätten, bemehlen und je eine Zwetschge darin einwickeln.
In kochendes Salzwasser geben und ca. 10 Minuten kochen lassen.


Beilagen (2)

Während die Knödel kochen, den Schichtkäse aus dem Kühlschrank holen und mit einer Reibe raspeln.

Anschließend die Butter komplett in einer beschichteten Pfanne oder einem schmalen Topf schmelzen.

Gegebenenfalls Zimt und Zucker mischen, oder lediglich Zucker bereitstellen.

Zwetschgenknödel aus dem Wasser fischen, in einer Schüssel anrichten und mit den Beilagen auf den Tisch stellen.

Zum Essen

Man sollte den Knödel erst aufschneiden und den Stein entfernen, ehe man ich mit (Zimt-) Zucker, sowie Schichtgekäse bestreut und zuletzt mit reichlich heißer Butter übergießt.


 

Mmmmmmhhhhh… <3

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Ruhezeit Hefeteig/Schichtkäse: ca. 1 Stunde

 
Guten Appetit, lasst sie euch schmecken!
Eure Jacky