Montag, 4. Juli 2016

J: Selbstgemachte Erdbeermarmelade

Hallo an alle Hobbyköchinnen und -köche,

was gibt es leckereres als frische, saftig rote Erdbeeren? Ich sag’s Euch: NICHTS! J

Leider ist unsere diesjährige Erdbeerernte im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Aufgrund des massiven Regens sind die meisten Früchte angefault oder von Schnecken angefressen worden, aber die wenigen Erdbeeren, die ich retten konnte, habe ich sofort zu leckerer, selbstgemachter Marmelade eingekocht!

Fruchtaufstriche selbst herzustellen ist so simple, dass das wirklich jeder schafft! Probiert es aus und ich verspreche, selbstgemachte Marmeladen schmecken so viel besser als industriell erzeugtes Massengut.


Zutaten für 2 Gläser Erdbeermarmelade:

500 g              Erdbeeren
250 g              Gelierzucker 2:1
                        (meine Empfehlung: Dr. Oetker Gelierzucker für Erdbeer Konfitüre)
 

Zubereitung:

Die Erdbeeren kurz unter kaltem Wasser abbrausen. Dann den Strunk entfernen und halbiert oder geviertelt in einem Kochtopf geben.

Auf kleiner Hitze die Erdbeeren unter Rühren erwärmen bis Saft austritt und langsam zerkochen lassen (je nach dem wie fest die Erdbeeren sind, kann das bis zu 20 Minuten dauern).

Zu guter letzt den Gelierzucker hinzufügen und etwa 3 Minuten sprudelnd aufkochen.

Heiß in saubere Gläser abfüllen und kurz auf den Kopf drehen. Anschließend auskühlen lassen.



Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

Wer keine Stückchen in der Marmelade möchte, kann die Erdbeeren vor Zugabe des Gelierzuckers natürlich mit einem Stabmixer pürieren.

Wer außerdem auch keine Kerne darin mag, gibt die pürierten Erdbeeren durch ein feinmaschiges Sieb.

Mmmmh…. lecker! *yammi*
Eure Jacky

Freitag, 1. Juli 2016

Das Gartenprojekt nimmt Form an

Hallo liebe Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner,

in den letzten Wochen hat sich einiges getan, wenngleich nicht so viel, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Wetter mit den zahlreichen Regengüssen und Gewittern hat noch mehr Fortschritt leider nicht zugelassen.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch die Neuigkeiten rund um unseren Garten nicht vorenthalten.

Im folgenden Text rede ich von „Bestandsgarten“ (das ist der Garten, den wir bereits seit letztem Jahr bewirtschaften) und „Neuzugang“ (damit ist die angrenzende Gartenparzelle gemeint, die wir erst seit Mitte Mai noch dazu bekommen haben).

Also here we go!

In unserem Bestandsgarten haben weitestgehend alle Pflanzen die Regenzeit überstanden. Zeitweise hatten wir das Wasser zentimeterhoch über der Erde stehen und konnten das Beet nicht betreten, weil wir sonst wie im Moor eingesunken wären.

Lediglich den Buschbohnen und dem Wurzelgemüse hat die Witterung gar nicht gefallen. Wenngleich wir es nicht 100% sagen können, so befürchten wir, dass die unterirdische Ernte (Kartoffeln, Schwarzwurzel, Meerrettich) vermutlich im Erdreich verfault sind. *seufz*


Die Zucchinipflanzen und auch Hokkaido-Kürbis und Honigmelone scheinen sich hingegen über die feuchte Witterung gefreut zu haben. Hier sind einige Blüten ersichtlich und ich würde mich freuen, wenn bald die ersten Erträge dran hingen!


Ebenfalls sehr eifrig ist mein diesjährig erworbenes Feigenbäumchen, das zwar die ersten zwei Früchte (wahrscheinlich durch den Wechsel von drin nach draußen) abgeworfen hat, nun aber überschwänglich nachschiebt. Vielleicht kann ich ja schon sehr bald meine eigenen Feigen ernten! *i love it*


Auch die geschenkten Chili- und Paprikapflanzen haben final ihren Platz gefunden und scheinen den sonnigen, windgeschützten Platz zu lieben. Auch hier blüht schon die ein oder andere Pflanze. Nun fehlt nur noch die Sonne, um die Früchte reifen zu lassen.


Worauf mein Mann und ich besonders stolz sind, sind jedoch aktuell auch die Fortschritte bei unserem Neuzugang! Obwohl wir nicht wie geplant 10 - 14 Tage unseres Urlaubs wetterbedingt im Garten verbringen konnten, so haben wir binnen der 5 Tage, auf die es letztlich hinaus lief schon vieles geschafft.

Wenn man sich anschaut, wie der Garten zu Beginn aussah und wo wir inzwischen stehen, hat man sich das Eigenlob verdient (auch ohne, dass es stinkt ;-)).


Wir konnten inzwischen mit dem Streichen der Hütte beginnen. Sie ist noch nicht ganz fertig, aber wir kommen ganz gut voran und man sieht auf alle Fälle erste Veränderungen! Um die Zugehörigkeit zu unserem Bestandsgarten zu untermalen, erhält die neue Hütte natürlich einen farblich identischen Anstrich!


Außerdem konnten wir ein komplettes Beet bereits umgraben und von jeglichem Unkraut befreien. Hier haben sogar die ersten Pflanzen (geschenkte Speisekürbis-Pflänzchen) ihren Platz gefunden. Da wir ursprünglich nicht mit mehr Anbaufläche kalkuliert haben, können sie sich hier nun ausbreiten.


Aktuell sind wir dann am Zaunbau (sieht dadurch alles recht wüst aus ^^). Durch ein Internetschnäppchen sind wir an original verpackten Maschendrahtzaun inkl. Pfosten und Spanndraht für enorm günstiges Geld gekommen, sodass einem ordentlichen Einzäunen nichts mehr im Weg steht! Aufgrund der häufigen Nässe haben wir die Pfosten mit Ruck-Zuck-Beton einbetoniert, um Ihre Stabilität zu garantieren und der Anfang ist bereits geschafft... seht selbst:


Geplant ist, dass vorn ein größerer gepflasterter "Eingangsbereich" entsteht für den wir noch ein Tor basteln werden. Die Frontbepflanzung wird aus Lavendel und Rosen bestehen, die wir bereits gekauft haben und die nur noch auf ihre Einsetzung warten.

Nachdem der Zaun fertiggestellt sein wird, werden wir uns dann dem zweiten, rechten Beet widmen. Da hier der Unkrautwuchs schon massiv war, haben wir Bio-Unkrautvernichter aufgetragen, sodass wir nun lediglich das verdorbene Unkraut untergraben müssen. Da ein Teil des Beetes ohnehin zur Rasenfläche werden soll, hat das den meisten Sinn gemacht.

Zu guter letzt folgt dann noch eine Art Pavillon zwischen den Hütten. Hier soll unsere Erholungsoase entstehen. Derzeit überlegen wir sogar, ob wir den plattgetretenen, ungepflegten Rasen entfernen und stattdessen Sand auffüllen, um eine Art "Strandplatz" zu erschaffen. Am Baldachin werden Weinranken wachsen und zu dem mediterranen Flair würde ein Strandkorb oder eine Hollywood-Schaukel und ein kleiner Pool sehr gut passen...

Nun ja, aber das ist alles noch nicht in trockenen Tüchern!
Wir werden euch auf dem Laufenden halten! ;-)

Bis dahin genug des Input!
Habt einen schönen Freitag und ein tolles EM-Wochenende!
Eure Jacky

Mittwoch, 29. Juni 2016

J: Sauerteig Roggen-Mischbrot

Hallo an alle Hobbybäckerinnen und -bäcker,

der Duft frisch-gebackenen Brotes ist eines der köstlichsten Gerüche, die aus der Küche dringen können.

Ich persönlich habe mich bis dato noch gar nicht groß an die Brotbackerei gewagt, kenne diesen heimeligen Duft aber noch genau aus meiner Kindheit, wenn Mama oder Oma sonntags Brot backten. Mmmh…

Das folgende Sauerteig Roggen-Mischbrot mit ¾ Roggenmehlanteil ist ein dunkles Brot und schmeckt einfach perfekt – sowohl zu süßen Leckereien wie Erdbeermarmelade, Nutella oder Honig, als auch zu einem deftigen Wurstbelag.

Der einzige knifflige Punkt: Die hinzugefügte Flüssigkeit sollte nicht kälter als 10°C und nicht heißer al 50°C sein (optimal wären 32 – 38°), damit die Hefekulturen nicht zerstört werden und sich optimal entfalten können.
 

Zutaten für 1 Zweipfünder:

700 g              Roggenmehl
200 g              Weizenmehl
2x 75 g            Natur Sauerteig (z.B. von Seitenbacher)
2 Pck.              Trockenhefe
2 TL                Fleur de Sel
600 ml            lauwarmes Wasser

 
Zubereitung:

Roggen- und Weizenmehl in eine große Rührschüssel geben und alles miteinander vermengen.

In der Mitte des Mehls eine Kuhle bilden, das Fleur de Sel am Rand entlang hinzufügen und die Trockenhefe in die Mitte geben.

Lauwarmes Wasser (etwa 38° Celsius) langsam in den Teig gießen und mit einem Rührgerät verquirlen.

Zuletzt den Natur Sauerteig unterheben und so lange kneten bis der Teig geschmeidig ist.

Dann in einer ausgemehlten Schüssel an einem warmen Ort für mind. 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in eine leicht gefettete Springform geben, so dass diese halb voll ist und erneut gehen lassen. Den Teig erst in den vorgeheizten Ofen schieben, wenn sich das ursprüngliche Volumen verdoppelt hat.

Bei 220°C Ober-/Unterhitze für etwa 50 – 60 Minuten ausbacken.

Zubereitungszeit ca. 1,5 Stunden (inkl. Ruhezeit)
Backzeit ca. 50 – 60 Minuten


Mmmmh…. wie das duftet… so lecker!
Eure Jacky
 
P.S.: Der britische Pfund (gesetzl. engl. Handelsgewicht) ist offiziell als 453,59237 Gramm deklariert und wird hierzulande häufig aufgerundet auf 500 g zur Gewichtsbezeichnung von Lebensmitteln genutzt.

Montag, 27. Juni 2016

J: Rhabarber-Streuselkuchen

Hallo liebe Hobbybäckerinnen und –bäcker,

Rhabarber hat im späten Frühjahr und frühen Sommer seine Saison! Er schmeckt fruchtig-sauer und sollte nicht roh verzehrt werden. Er eignet sich aber genau wegen seiner Säure ideal für Blechkuchen mit süßem Pendant, so z.B. dem Streuselkuchen und genau diese Variante möchte ich euch präsentieren! J

Beim Kauf von Rhabarber (wenn ihr ihn nicht im Garten stehen habt) solltet ihr darauf achten, dass die Schnittstellen sich noch nicht dunkel verfärbt haben und eingeschrumpelt sind. Frischer Rhabarber sollte eine glänzende Schnittstelle haben, die bei Berührung Fruchtsäure auf der Haut hinterlässt.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!
 

Zutaten für 1 Blech (ca. 20 Stücke):

500 g              Rhabarber
375 g               Zucker
2 Päckchen    Vanillezucker
1 Prise            Jodsalz
600 g              Mehl
50 g                gehackte Mandeln
375 g               Margarine
75 g                 Haferflocken
                        Backpapier


Zubereitung:

Widmet euch zuerst den Zutaten und wiegt alles ab. Auch wenn ihr dann einige Schälchen rum stehen habt, der Rest geht damit umso schneller.

Sich dann dem Rhabarber widmen. Blattansätze und Stielenden abschneiden, dabei entstehende harte Fäden von den Stangen abziehen, den Rhabarber waschen und in 1-2 cm lange Stücke schneiden.

Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

375 g Margarine in einem Topf schmelzen.

 
Währenddessen die Trockenzutaten – Zucker, Vanillezucker, Salz, Mehl und gehackte Mandeln – miteinander verrühren und zu guter letzt die geschmolzene Margarine hinzugeben. Mit einer Gaben einrühren, sodass Streusel entstehen.

Etwa zwei Drittel der Streusel auf einem mit Backpapier ausgelegten Backbleck verteilen und mit den Händen flach drücken. Der noch warme Teig verbindet sich zu einem ebenen Boden.

Den Teigboden mit Haferflocken bestreuen (da der Rhabarber saftet) und schließlich den Rhabarber darauf verteilen.


Die übrig gebliebenen Streusel darüber verteilen und im vorgeheizten Ofen für 30 – 35 Minuten goldbraun backen.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Backzeit ca. 30 – 35 Minuten


Wem der Rhabarber allein trotz süßer Streusel zu sauer schmeckt, kann auch einen Teil Rhabarber durch Kirschen ersetzen.

Dank der überschaubaren Zutaten und der schnellen Zubereitung ist er ein optimaler Blechkuchen als Mitbringsel zu Geburtstagsfeiern oder als Dessert noch warm mit frischer Schlagsahne! Mmmmmmmmhh….

Ich hoffe, euer Rhabarber-Streuselkuchen ist gut gelungen
und wünsche guten Appetit!
Eure Jacky